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Ratgeber Online Marketing

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Serie „Inhalte richtig platzieren“ – Teil 2 Die richtigen Fotos auswählen

Serie „Inhalte richtig platzieren“ – Teil 2 Die richtigen Fotos auswählen

Fotos gehören zu jedem Webauftritt dazu. Das menschliche Auge fokussiert Fotos schneller als Buchstaben, daher wirken sie oft bereits noch vor dem Lesen einer Überschrift oder des eigentlichen Inhaltes. Gerade in einer heutigen Informationsflut ist es entscheidend, Inhalte so aufzubereiten, dass sie ihr Ziel erreichen. Fotos tragen dazu bei, dass das Gelesene nicht vergessen wird. Und damit Sie letztlich nicht vergessen werden.

Die passenden Fotos zu finden wiederum scheint zunächst kein Problem zu sein. Große Bilddatenbanken im Internet versorgen Sie mit tausenden von vermeintlich guten Bildern die Sie für wenige Euro kaufen können. Gesagt getan, sind diese auch schnell passend geschnitten und platziert. Und dennoch überkommt Sie das Gefühl, dass etwas unstimmig ist. Die Seite insgesamt keinen guten Eindruck vermittelt. Alles in sich unpassend zu sein scheint.

Woran liegt das? Zunächst einmal stellt sich die Frage, was überhaupt ein passendes Bild ist. Wenn ich Ihnen erzähle, dass ich für eine Steuerkanzlei ein Foto eines Kletter-Karabiners einsetzte, werden Sie sicherlich die Stirn runzeln. Ich teile für meine Definition eines passenden Fotos diese in vier Dimensionen ein. Nur wenn alle vier Dimensionen zutreffen, verlieren Sie das Gefühl, das Ihre Seite in sich unstimmig ist und am Ziel vorbei schießt.

Dimension 1 - Thematisch

Die erste Dimension für ein passendes Foto ist der Themenbezug. Stellen Sie sich vor, Sie möchten Ihre fünf unterschiedlichen Dienstleistungen nebeneinander platziert mit entsprechenden Fotos abbilden. Sie können themenbezogen für jede Dienstleistung ein entsprechendes Foto suchen. Sie können sich jedoch auch dafür entscheiden, übergeordnete Bilder zu wählen, die Ihre Arbeit insgesamt darstellen. Dies ist oftmals einfacher, als gleichartige Fotos zu finden, die zwar themenbezogen sind, zueinander jedoch nicht passen. Weil sie eben nicht den Regeln der nachfolgenden Dimensionen entsprechen.

Denken Sie bei einem Themenbezug auch einmal um die Ecke. Oftmals ergeben sich ganz neue Effekte, wenn Sie auf Assoziationen zurückgreifen. Hierbei möchte ich zu meinem Beispiel der Steuerkanzlei und dem Karabiner kommen. Nachfolgend erkennen Sie die Assoziation zum Inhalt, nun ergibt sich ein stimmiges, interessantes Bild.

Dimension 2 – Professionalität

Bilddatenbanken im Internet verleiten schnell dazu, hochgradig professionelle Fotos auszuwählen, denn die Suchseiten sind voller entsprechender Treffer. Doch ist der Professionalisierungsgrad auch wirklich passend zu Ihnen? Wirken Sie mit diesem Bild ehrlich und glaubhaft? Nichts ist schlimmer, als unglaubwürdig zu erscheinen, bspw. indem Sie ein Foto verwendet haben, das nicht der Realität entspricht. So scheint es nicht glaubhaft, dass Sie für Ihre Schreinerei unter der Rubrik „Kontakt“ ein Foto eines Callcenters Agenten in Anzug und Krawatte platzieren. Das nimmt man Ihnen nicht ab, oder? Und letztlich ist das auch nicht das, was Ihr Kunde gerne sieht – bei aller Liebe zu guter Servicequalität. Wählen Sie also ehrliche Bilder, die Sie glaubhaft darstellen. Professionell, aber immer im Rahmen dessen was der Realität entspricht.

Dimension 3 – Gleichartigkeit

Sie haben nun Bilder gefunden, die thematisch passen, professionell hergestellt wurden, aber immer noch glaubhaft sind. Prima! Aber passen die Bilder auch insgesamt zueinander? Hier kommt häufig das größte Problem. Zwar haben Sie nun vier Bilder nebeneinander platziert, aber das Gefühl lässt Sie nicht los, dass es noch eine Unstimmigkeit gibt. Dies könnte daran liegen, das die Bilder insgesamt nicht zueinander passen. Am offensichtlichsten zeigt sich dies, wenn sie unterschiedlicher Art sind. Ein Foto neben einer Zeichnung, ein Farbfoto neben einem Schwarzweißfoto. Doch ich gehe davon aus, das Sie dies direkt bemerkt haben und vermutlich weniger der Grund für eine ungünstige Auswahl war. Etwas kniffeliger wird es dann schon, wenn die Fotos deshalb nicht zueinander passen, weil sie farblich abweichen. Kleinste Unterschiede müssen nicht, können jedoch ein Problem sein. Auch Farbkontrast und Helligkeit oder Intensität machen einen großen Unterschied. Ist auch dies nicht das Problem, liegt es am Aufbau der Fotos selbst. Ein Foto mit vielen Details, platziert neben einem Foto das wenige Details aufweist. Oder aber ein Foto das die Ferne spüren läßt, weil es eine Landschaft zeigt, unmittelbar neben Bildern die Nahaufnahmen fokussieren. Achten Sie also auch darauf, wie Ihre Fotos aufgebaut sind, damit keine Unruhe entsteht.

Dimension 4 – Schnitt, Platzierung und Mengenverhältnis

Die letzte Dimension ist vor allem vom Aufbau Ihres Layouts abhängig. Ein guter Schnitt der Bilder berücksichtigt nicht nur den Inhalt des Bildes, sondern auch die Einbettung in den Fließtext. Dabei müssen Sie darauf achten, dass Sie nicht nur an Desktop-Auflösungen denken, sondern auch mobil eine optimale Platzierung mit einem passenden Schnitt des Bildes erreichen.

Das Mengenverhältnis ist ebenfalls vom Fließtext abhängig. Zu viele Bilder richten den Fokus weg vom eigentlichen Inhalt. Zu wenige Bilder und zu viel Text erwecken bei dem Betrachter schnell den Eindruck einer Überforderung an Informationen. Das Interesse muss da sein, die Geschichte hinter dem platzierten Bild zu verstehen. Und den Text wiederum mit Bildern zu erklären und ins Gedächtnis des Lesers zu brennen.

Was kann Platform7 für Sie tun?

In vielen Projekten haben wir uns mit Bildthematiken auseinander gesetzt und beraten Sie gerne umfassend bei der Wahl geeigneter Materialien. Ob in einem neuen Projekt oder bei der Aufarbeitung bestehender Webseiten und Printmedien stehen wir Ihnen gerne zur Seite. Kontaktieren Sie uns!

Samuel Schmidt

Gründer und Inhaber von Platform7 mediadesign, aktiv seit 2005