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Ratgeber Online Marketing

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Wie kann ich meine Homepage für Suchmaschinen optimieren um besser gefunden zu werden? (Teil 2)

Wie kann ich meine Homepage für Suchmaschinen optimieren um besser gefunden zu werden? (Teil 2)

Im ersten Teil haben Sie alle wichtigen Vorüberlegungen angestellt, die Sie zur Optimierung Ihrer eigenen Homepage benötigen. Ich habe Ihnen gezeigt, wo die Unterschiede im On- und Off-Page Bereich der Optimierung liegen, ebenso konnten Sie für sich die Frage beantworten, welche Keywords Sie optimieren möchten.

Google und andere Suchmaschinen versuchen nun, die passenden Treffer anzuzeigen, unter denen Sie möglichst weit oben stehen sollten. In diese Bewertung fließen schätzungsweise 220 Faktoren ein, die Sie genauso gut aufwerten wie abwerten können. Ich möchte Ihnen der Reihe nach einige wertvolle Tipps an die Hand geben, die Platform7 mediadesign unter anderem in seinen SEO Projekten berücksichtigt, Sie aber auch in einfachen Schritten selbst vorbereiten und umsetzen können.

Qualität steht immer mehr im Vordergrund

Wieviel auch immer Sie optimieren möchten, an qualitativ hochwertigen Inhalten kommen Sie nicht drum herum. Die Qualität von Inhalten rückt vermehrt auch bei Suchmaschinen in den Vordergrund. So haben gerade die letzten Updates der Suche Suchalgorithmen dazu geführt, dass Inhalte auf ihre Qualität hin bewertet wurden. Ihre Artikel sollten einzigartig sein. Suchmaschinen finden immer mehr ähnliche oder sogar gleichartige Texte und versuchen den Ursprung herauszufinden. Ist dieser nicht bei Ihnen, kann dies kontraproduktiv für Ihre Seite sein. Achten Sie daher auf Individualität, seien Sie selbst und versuchen Sie nicht, ein scheinbar funktionierendes Konzept zu kopieren. Im Zweifelsfall kann dies bei Ihnen komplett andere Auswirkungen haben als erwartet.

Der Sichtbereich wird priorisiert bewertet

Inhalte, die Sie im direkten Sichtbereich der Seite platzieren, haben nicht nur bei Ihren Besuchern eine höhere Priorität als Inhalte (und damit auch Keywords) die sich nicht im Sichtbereich befinden. Der Sichtbereich definiert sich dabei auf den Bereich, der ohne zu scrollen unmittelbar nach Aufruf der Seite sichtbar ist. Bereits hier sollten Ihre Keywords entsprechend platziert sein. Vermeiden Sie, wichtige Informationen außerhalb des Sichtbereiches zu platzieren, da ihnen sonst nicht die Priorität zugemessen wird, wie Sie sie bewerten.

Denken Sie dabei einfach an einen Zeitungsartikel. Die Überschrift enthält schon ein wesentliches Statement zum Inhalt. In keinem Fall wird in einem Zeitungsartikel eine Überschrift aus einem Word gewählt. Sie lesen nicht „Pizzadienst“, sondern „Pizzadienst in Kassel erlangt ersten Platz“.

Was folgt ist ein zusammenfassender Absatz, der bereits die wichtigsten Elemente des nachfolgenden Artikels zusammenfasst. Vielen Besuchern reicht bereits diese Information, sie haben nicht die Zeit oder das Interesse, den gesamten Artikel zu lesen. Diese Besucher würden Sie verlieren, wenn Sie nicht schnell genug auf den Punkt kommen. Und genauso handelt die Suchmaschine. Die ersten, direkt sichtbaren Inhalte sind die Wesentlichen und werden auch entsprechend behandelt.

Ausgewogene Platzierung Ihrer Keywords

Ihre Keywords (In Teil 1 haben Sie mehr darüber erfahren, was Ihre Schlüsselwörter sind) sollten ausgewogen verteilt erscheinen. Nicht zu häufig, damit Ihre Seite einer Abstrafung (Rückplatzierung auf die hinteren Suchergebnisränge) entgeht, aber genug, damit Google & Co. verstehen, was Ihre wichtigsten Keywords sind. Zudem sollten Sie Synonyme verwenden. Nicht immer reden Ihre Besucher im gleichen Fachjargon wie Sie. Sie sind der Experte, aber sind das Ihre Besucher und potentiellen Kunden auch?

Interne Verlinkung Ihrer Artikel

Keiner Ihrer Artikel sollte für sich stehen. Eine gute Verlinkung Ihrer Inhalte untereinander wird von Suchmaschinen gerne gesehen. Und die Logik ist einleuchtend: Ihre Besucher verweilen sicherlich nicht auf einer einzigen Seite. Verweisen Sie auf weiterführende Informationen, verlinken Sie passende Inhalte, zeigen Sie wie es weiter geht. Schon alleine aus diesen Gründen, den Besucher nicht zu verlieren, sollten Sie eine gute Linkstruktur aufbauen, nicht zuletzt, weil Suchmaschinen ebenso Ihre Artikel schneller auffinden und in Verbindung miteinander bringen können.

Muss ich mobile Geräte berücksichtigen?

Spätestens seit dem bekannten Google Armageddon in 2016 weiß jeder Webseitenbetreiber, der keine mobil angepasste Darstellung seiner Seite hatte, was es bedeutet, abgestraft zu werden. Ein Update von Google prüfte nun Seiten auf eine mobile Variante der Seite. Hatte diese keine vorzuweisen, wurde die Seite in der Rangfolge nach hinten verbannt. Stellen Sie sich einen Pizzalieferanten vor, der nicht mehr in den ersten Treffern der Suche zu finden ist. Die Umsätze werden einbrechen.

Dabei müssen Sie keine zweite Homepage entwickeln und parallel pflegen. Ihre Seite sollte ein responsives Layout vorweisen. Also ein Layout, das sich bei kleiner Auflösung bestens anpasst und alle Inhalte nach wie vor leserlich darstellt. Bei Platform7 mediadesign gehen wir sogar noch einen Schritt weiter: In unserem Content management System easyCMS 3 haben Sie die Möglichkeit, gezielt Inhalte ein- und auszublenden, je nach Auflösung. So ist es vielfach ratsam, für mobile Endgeräte weniger Textinformationen bereitzustellen und schneller auf den Punkt zu kommen. Grafiken können ausgetauscht und optimiert für mobile Leser bereitgestellt werden. Alle unsere entwickelten Layouts sind responsiv und optimal für jeden Bildschirm angepasst.

Spielen Metatags noch eine wichtige Rolle?

Auch Metatags sind noch nicht ganz von der Bildfläche verschwunden. Zwar spielen sie nicht mehr die Rolle wie in den 90ern und 2000ern, dennoch ist es wichtig, eine gute Meta Description, angepasst für jede einzelne Seite, sowie ein einzigartiges Title-Tag einzusetzen. Ihr Seitentitel und die Description erscheinen nach wie vor in den Google Treffern, achten Sie daher darauf, dass Sie nicht überall dieselben Metatags verwenden sondern individuell an den Inhalt angepasst. PLatform7 easyCMS 3 unterstützt Sie dabei, pro Seite ein separates Tag zu setzen, sodass Sie automatisch eine suchmaschinenoptimierte Seite vorweisen können.

Ansprechendes und strukturiertes Layout

Dass Ihr Layout responsiv sein sollte, haben Sie bereits erfahren. Während ein ansprechendes Layout vor allem für Ihre Besucher wichtig ist, spielt auch die Usability für Suchmaschinen eine entscheidende Rolle. Google scannt Ihre Seite wie es ein normaler Besucher tun würde. Dabei muss die Suchmaschine eine klare Menüstruktur erkennen können, die es ermöglicht, alle Seiten anzusteuern. Die Menüpunkte sollten nicht nur optisch, sondern auch im Quellcode sauber strukturiert sein. Bilder zu verwenden ist somit genauso tödlich, wie das manuelle Einrücken von Untermenüpunkten. Strukturieren Sie Ihre Menüstruktur optimal für mobile und herkömmliche Geräte um an dieser Stelle nicht abgestraft zu werden.

Technische Probleme abschalten

Vielfach unterschätzt sind technische Probleme, die Sie nicht unmittelbar direkt sehen. Tools wie PageSpeeedGoogle Webmastertools und andere HTML Validatoren helfen Ihnen Fehler zu erkennen und auszumerzen. Gerade das erstgennannte Google Tool erkennt Fehler schnell. Ich habe Ihnen die häufigsten Fehler aufgelistet, die für ein Ranking wichtig sind.

Fehler 1 – Broken Links

Broken Links fallen zumeißt gar nicht direkt auf. In den Untiefen Ihrer Homepage haben Sie vielfach Links gesetzt, aber nicht jeden direkt getestet oder in gewissen Zeitpannen auf Verfügbarkeit kontrolliert. Daher helfen Tools wie Google Webmastertools, Broken Links zu erkennen und auszumerzen. Broken Links sind Linkverweise auf Seiten, die es nicht (mehr) gibt. Hat Ihre Seite zu viele Broken Links aufzuweisen, leidet seine Qualität und damit das Ranking der Homepage.

Fehler 2 – Geladene, aber ungenutzte Ressourcen

Homepagebaukästen sind einfach zu bedienen und bieten bereits erste Schritte, um eine Seite ins Netz zu stellen. Sie sind jedoch auf Masse ausgelegt und kommen wuchtiger daher, als nötig ist. Suchmaschinen strafen dies ab, da diese Seiten Ressourcen laden, die Sie selbst überhaupt nicht genutzt haben. CSS- und JavaScripts sind dabei die häufigsten Fehlerquellen, aber auch vermehrt eingebettete aber nicht verwendete Schriftarten bringen die Performance Ihrer Seite nach unten. Und damit auch das Suchranking.

Fehler 3 – Nicht optimierte Bilder

Wer weiß schon genau, in welcher Größe ein Bild wirklich benötigt wird. Sind die Pixelangaben vielleicht noch erkennbar, wird es mit der notwendigen Qualität des Bildes schon schwieriger. So können Sie ein 300px x 300px großes Bild in 50kb darstellen, ebenso aber auch mit 300kb laden. Eine zu niedrig eingestellte Qualität verschlechtert das Aussehen Ihrer Seite, zu viel des Guten verlangsamt jedoch den Ladevorgang. Sie sollten daher darauf achten, in welcher Größe und Qualität Sie Bilder bereitstellen. DSL Verbindungen sind in Deutschland weit verbreitet, dennoch strafen Sie Suchmaschinen ab, wenn die Ladezeit zu umfangreich wird.

Fehler 4 – defekte oder zu viele HTML Tags

Hier geht es ins eingemachte. Denn hierbei handelt es sich um Fehler, die Sie oftmals gar nicht so genau erkennen können. Immer wieder habe ich Seiten gesehen, bei denen bspw. Inhalte in Microsoft Office Word vorgeschrieben wurden, anschließend über einen Texteditor in ein Content Management System kopiert wurden. Das klappt an für sich ganz gut, wird doch oftmals auch die Formatierung übernommen. Genau hier ist aber das Problem: Ein aufgeblasener Formatierungswust macht aus wenigen Zeilen Inhalt hunderte Zeilen Quellcode der im Hintergrund kopiert wird. Und der zu 90% seine Bedeutung verliert, wenn er im CMS geladen wird.

Des Weiteren können HTML Tags kaputt gehen. Die geschieht, weil sie nicht geschlossen wurden oder an sich schon fehlerhaft sind. HTML Validatoren können helfen, diese Fehler zu finden und auszumerzen. Einige Browser erkennen HTML Fehler und erledigen das für Sie beim Laden der Seite, darauf sollten Sie sich aber nicht verlassen. So kann eine Seite bei Ihnen optimal dargestellt sein, ein anderer Besucher mit einem anderen Browser hingegen erhält eine defekte Anzeige der Inhalte.

Aber auch Backlinks entscheiden über Ihre Platzierung

Und damit wären wir nun bei der Off-Page Optimierung angekommen. Das Prinzip ist einfach und dem menschlichen Wesen abgekupfert: Stellen Sie sich eine Person vor, über die viel gesprochen wird. Menschen reden über sie, verweisen auf Dinge die diese Person tut. Und nun halten Sie eine Person dagegen, die zurückgezogen lebt und wenig Kontakte hat. Was denken Sie, welche Person interessanter im Sinne des Interesses (und nicht ethisch) anderer ist? Richtig, die erste, denn diese Person ist eindeutig besser vernetzt. Und genau dieses Prinzip können Sie auf eine Suchmaschine und Homepages anwenden. Je stärker eine Homepage vernetzt ist, also Links auf diese Seite zeigen, desto interessanter scheint sie für die Mehrheit zu sein. Also wird Google diese Seite immer einer Homepage vorziehen, auf die niemand verweist. Was bedeutet das genau für Sie?

Sie müssen Ihre Seite auf anderen relevanten Homepages verlinken. Relevant bedeutet in diesem Zusammenhang, dass diese anderen Seiten thematisch passen müssen. So geht Google dem Problem aus dem Weg, dass Personen sich wahllos verlinken und damit unnütze Vernetzungen stattfinden. Kein Mensch würde auf die Idee kommen, einem Baumarkt Link zu folgen, wenn er zuvor auf der Pizzalieferantenseite seines Vertrauens war. Im Gegenteil: Solche backlinks können sogar kontraproduktiv sein. Genauso kontraproduktiv ist es, wenn die Seite die sie verlinkt keine gute Wertung im Sinne der Suchmaschine hat. Auch hier verhält es sich wie im realen Leben: es kommt auf die Personen an, die über sie sprechen. Fragen Sie Webseitenbetreiber über eine Verlinkung, vernetzen Sie sich bestmöglich.

Kann ich Google austricksen?

Theoretisch besteht die Möglichkeit, Lücken zu suchen und diese auch auszunutzen. Faktisch unterliegen Sie damit aber einem ständigen Katz- und Mausspiel bei dem Sie unter Umständen den Kürzeren ziehen. Nämlich dann, wenn eine Lücke aufgedeckt wurde und Sie damit abgestraft werden. Langfristig fahren Sie also besser, den zunächst umständlicheren weg zu gehen und Ihre Seite entsprechend zu optimieren. Damit erreichen Sie jedoch nicht nur eine gute Suchmaschinenplatzierung, Sie profitieren auch von zufriedenen Besuchern und potentiellen Kunden.

Ich habe optimiert, aber passiert ist nicht viel

Sie haben viel Zeit in die Optimierung Ihrer Seite investiert und dennoch den Eindruck, dass Sie keine Verbesserungen in der Platzierung bei Suchmaschinen erreichen? Dies kann verschiedene Ursachen haben, bei denen Platform7 mediadesign Sie gerne unterstützt. Dennoch gilt es abzuwarten. Oftmals dauert es mehrere Monate bis zu einem halben Jahr, bis Auswirkungen wirklich auch von der Suchmaschine wahrgenommen werden und Sie entsprechend repliziert werden. Diese Zeit müssen Sie jedoch nicht sinnlos vergeuden sondern können sich vielmehr auf eine stetige Verbesserung des Inhalts und des Aufbaus konzentrieren.

Alle Themen konnte ich in diesen zwei Teilen des Ratgebers nur anreißen. Oftmals steckt hinter zunächst banalen Aussagen zur Optimierung der eigenen Seite eine größere Umbaumaßnahme die Sie nicht alleine bewältigen können. In diesem Fall unterstützt Platform7 mediadesign Sie gerne und berät Sie bestmöglich in Sachen Webdesign und Suchmaschinenoptimierung. Kontaktieren Sie uns gerne und lesen Sie auch weitere Ratgeber zu diesem Thema, die hier verlinkt sind.

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Samuel Schmidt

Gründer und Inhaber von Platform7 mediadesign, aktiv seit 2005