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Ratgeber Online Marketing

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Inhalte optimal platziert: So schaut das menschliche Auge

Inhalte optimal platziert: So schaut das menschliche Auge

Content Experten und Webdesigner stellen sich immer wieder gleichermaßen die Frage, wie sie ihre Inhalte auf Webseiten platzieren, damit sie bestmöglich erreichbar sind und ihr Ziel erreichen. Ausgehend von der Grundannahme, dass Besucher nur wenige Sekunden auf einer Seite verbringen und diese in kürzester Zeit mit dem Auge „rastern“, ist es einleuchtend, dass die Anordnung der Inhalte maßgeblich entscheidet, ob ein Besucher bleibt und weiter klickt.

Als Erfolgsfaktor hat sich ein Konzept etabliert, das zwei Verhaltensmuster beschreibt, das sog. Z-Pattern und das F-Pattern. Beide Varianten beschreiben ein Muster, nachdem Besucher ihre Seite mit dem Auge begutachten. Ob dabei das Z- oder das F-Pattern zum Tragen kommt, hängt maßgeblich von der Menge und Ausrichtung der Inhalte ab.

Z-Pattern

Bei dem Z-Pattern trifft man die Annahme, dass das menschliche Auge beim Aufruf einer Webseite einem Z folgt. Der Blick beginnt also auf dem Bildschirm oben links, wandert nach rechts, führt über eine Diagonale an das untere linke Ende des Bildschirms um schlussendlich rechts zu enden.

Dieser Effekt kommt dann zum Tragen, wenn die Seite gut strukturiert und inhaltlich nicht überladen wirkt.

F-Pattern

Das F-Pattern beschreibt die Annahme, dass das Lesen des menschlichen Auges einem F folgt. Häufig kommt diese Sichtweise zum Tragen, wenn der Besucher zunächst mit vielen Elementen und/oder Textpassagen konfrontiert wird. Der Blick folgt auf dem Bildschirm also zwei parallelen Linien von links nach rechts bis er schließlich am linken Rand nach unten schweift. Bei zwei parallelen Blicklinien muss es grundsätzlich nicht bleiben, wenn die Seite länger ist und eine Scrollfunktion zum Tragen kommt.

Bei beiden Pattern erkennt man deutlich, dass nicht unbedingt der ganze Bildschirm im Blick ist. Die Platzierung der Inhalte ist also entscheidend für einen gelungenen Auftritt. Während beim F-Pattern wichtige Inhalte bspw. nicht am rechten Rand oder im unteren Teil platziert werden sollten (z.B. ein Call-to-Action Button wie „Bestellen“ oder „Registrieren“), ist es beim Z-Pattern nahezu umgekehrt. Hier ist der Blick auf dem mittleren Teil eher flüchtig, zum Ende hin schweift das Auge im rechten Bereich auf den „Hauptaugenmerk“.

In beiden Varianten kann im oberen linken Bereich ein Wiedererkennungswert geschaffen werden, bspw. durch die Platzierung eines Logos. Das Auge findet diesen Bereich als erstes vor, bleibt hier aber nicht „hängen“. Trifft man weiterhin die Annahme, dass nach dem Betrachten des Besuchers ein „Call-to-Action“ (also eine Aufforderung etwas zu tun) erfolgen muss, wird deutlich, wo dieser jeweils platziert werden muss.

Das Z-Pattern bietet den Vorteil, Inhalten Raum zu geben und sie frei zu platzieren. Das F-Pattern gibt eine Sichtweise vor, wo wichtige Elemente platziert werden sollten, wenn ausgiebig Texte und Bilder genutzt werden. Hier sollten wesentliche Inhalte gerade zu Beginn platziert werden, da der Blick und damit die Aufmerksamkeit nach unten hin nachlässt. Typischerweise kann dies auch bei Zeitungen wiedergefunden werden, bei denen der Hauptaugenmerk auf der Überschrift und dem ersten Absatz liegt. Daher wird hier gerne mit einer Zusammenfassung gleich zu Beginn gearbeitet. Der Call to Action Button sollte dann nicht weit entfernt sein.

Haben Sie Interesse an einer Auswertung Ihrer Seiten? Gerne stehen wir Ihnen persönlich zur Verfügung.

 

Samuel Schmidt

Gründer und Inhaber von Platform7 mediadesign, aktiv seit 2005